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Schulprospekt
Geschichte der Homöopathie Seminare Wiesbaden
Die
„Wiesbadener Seminare” zählen zu den traditionellen und erprobten
Homöopathie-Ausbildungskursen in Deutschland.
Der Kurs wurde Ende der siebziger Jahre von dem Frankfurter Homöopathen
Gerhard Weiß als Arbeitskreis für Schüler der Hochheimer
Heilpraktikerschule und praktizierenden Homöopathen gegründet.
In Bingen am Rhein wurden zuerst Papier-Fälle vorgestellt. 1984 zog sich
Herr Weiß zurück und der Arbeitskreis wurde 1985 von Bernd Schuster
übernommen, der dort Mitglied war. Der Arbeitskreis traf sich nun in
Mainz und später in Wiesbaden. Ab 1990 zog die moderne Technik ein. Die
Fallarbeit wurden zuerst durch Audio-Aufnahmen und ab 1995 durch
Video-Aufnahmen verbessert. Der Kurs wird seit 1993 als dreijähriger
Ausbildungskurs geführt. Ein Zyklus dieses Kurses fand auch in Koblenz
und später in Waldesch statt. Ab 1999 ist Bernd Sagasser als Referent
und Partner hinzugekommen. Ab Ende 2004 hat Bernd Schuster die
Lehrtätigkeit eingestellt. Mit Beginn des Ausbildungszyklus 2005 ist
Petra Eva Frassa als Referentin und Partnerin hinzugekommen und das
Schulkonzept wurde um die C4-Homöopathie erweitert.
Seit 2002 wird der Dreijahresgrundkurs nach den zu erwartenden
Richtlinien der Qualitätssicherung für die klassisch homöopathische
Ausbildung geführt, um auch weiterhin dem hohen Anspruch an diese
Ausbildung gerecht zu werden. Wir bieten hiermit eine fundierte
Homöopathieausbildung im Rhein-Main-Gebiet an und setzen auf diese Weise
die alte Tradition des Wiesbadener Arbeitskreises auf hohem Niveau
fort.
Bernd
Sagasser

Was ist Klassische Homöopathie?
Die so genannten “alternativen Heilmethoden”
erleben zur Zeit einen großen Zulauf. Viele Menschen sind enttäuscht von
der Schulmedizin und wenden sich anderen Therapieformen zu. Dieser
“Boom” hat die Therapeutenzahl stark vermehrt. Es besteht eine große
Unklarheit über das Wesen und die Wirksamkeit der einzelnen
Therapieformen. Die „Klassische Homöopathie” gehört zu den
Behandlungsformen, über die oft gesprochen wird, leider jedoch ohne
Sachkenntnis. Wir möchten deshalb im folgenden die Klassische
Homöopathie skizzieren, um mehr Klarheit über diese Therapie zu
schaffen.
Im Jahre 1790 fand der Apotheker, Chemiker und Arzt Dr. Samuel Hahnemann
bei der Übersetzung eines medizinischen Werkes des schottischen
Pharmakologen William Cullen einen Hinweis, dass Chinarinde zur
Behandlung von Wechselfieber (Malaria) diente. Daraufhin stellte
Hahnemann an sich folgendes Experiment an: Er nahm -ohne Fieber zu
haben- Chinarinde ein, worauf er an sich eine Symptomatik feststellte,
die für Malaria charakteristisch ist. Dieser Selbstversuch ermutigte ihn
zu weiteren Forschungen, die ihn zu einem Naturgesetz führten, das bis
zu diesem Zeitpunkt unbekannt war. Es lautet:
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Similia similibus
curentur (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt) |
Dieses Wirkprinzip
ist eine Grundlage der Klassischen Homöopathie!
Für die Praxis bedeutet dies folgendes:
Eine Arzneisubstanz kann einen kranken Organismus nur heilen, wenn die
Krankheitssymptome im Wesentlichen den Symptomen ähnlich sind, die diese
Arzneisubstanz im gesunden Organismus als „Kunstkrankheit” zu
verursachen vermag. Es müssen also die individuell ausgeprägten
Krankheitszeichen des Patienten, besonders die charakteristischen,
auffallenden und sonderlichen Symptome, mit den Arzneimittelbildern
verglichen werden. Um diesem Heilgesetz gerecht zu werden, braucht der
Behandelnde Zeit für eine gründliche Erforschung der Krankheitssymptome
des Patienten und umfang-
reiche Arzneimittelkenntnisse.
Erhebung der Krankengeschichte
Hierzu bedarf es einer ausführlichen Anamnese
(Erinnerung, Fallaufnahme) und einer gründlichen Untersuchung, um alle
für die Behandlung wesentlichen, subjektiven und objektiven Krankheitssymptome feststellen zu können. (Dauer bei Erwachsenen ca. 60 Minuten.)
Entscheidend für die Beurteilung der Symptome sind deren Zentralität
(siehe Seite 4), Intensität und Lokalität, Begleitumstände und
Modalitäten des Auftretens. Je einzigartiger ein Symptom oder eine
Empfindung des Patienten ist, desto wichtiger ist das Krankheitszeichen
für die Arzneimittelfindung.
Darüber hinaus muss der Therapeut auf Schlüsselsituationen und Auslöser
(Causa), zum Beispiel emotionale oder körperliche Verletzungen achten,
die in vielen Fällen zu Krankheiten führen, beispielsweise
Magenschleimhautentzündung verursacht durch anhaltenden Ärger.
Arzneimittelkenntnis
Seit der Begründung der Homöopathie im Jahre 1796
wurden zur Entdeckung der Wirkung von Arzneien Arzneimittelprüfungen an
gesunden Menschen durchgeführt. Die aufgetretenen Symptome wurden genau
protokolliert und später zu einer Materia Medica (Arzneimittellehre)
zusammengefasst. Diese enthält ca. 1500 gängige
Arzneimittelbeschreibungen mit bis zu 10.000 Symptomen pro Arznei. Als
Ausgangsstoff für die Herstellung der Arzneien dienen Produkte aus dem
Mineral-, Pflanzen- und Tierreich. Sie werden nach den genauen
Vorschriften des Homöopathischen Arzneimittelbuches (HAB) zu
homöopathischen Potenzen verarbeitet. Die Bezeichnung „homöopathisches
Arzneimittel”, ist teilweise irreführend. Das einfache Verschreiben
eines Mittels stellt noch nicht die korrekte Ausübung der Klassischen
Homöopathie dar! Eine potenzierte Arznei repräsentiert nicht per se die
Ähnlichkeitsregel, sondern muss nach der Ähnlichkeitsregel, nicht nach
klinischen Indikationen oder Diagnosen, verschrieben werden. Außerdem:
Auch homöopathische Arzneimittel können Nebenwirkungen hervorrufen, wenn
sie nicht
korrekt eingesetzt und kontrolliert werden!
Arzneimittelfindung/Behandlung
Nach der gründlichen Erhebung aller
Krankheitszeichen des Patienten, Erkenntnis seines Gemütszustandes,
Ursachen oder unterhaltende Faktoren der Krankheit, Aufsuchen der
Symptome in einem Repertorium, folgt die Bewertung der Symptome und die
Auswahl der ähnlichsten Arznei im Vergleich mit den anderen
Arzneimitteln.
Erst nach diesem Schritt wird unter Berücksichtigung der individuellen
Situation des Kranken über die geeignete Arzneipotenz und Dosis
entschieden. Die Potenz der Medizin richtet sich nach der Art der
Symptome, ihrer Heftigkeit, der Beschwerdedauer, der Empfind-
lichkeit des Kranken und nach der Art der Vorbehandlung.
ung.
Therapieverlauf
Nach
der ersten Verschreibung muss in zwei- bis sechswöchigen Abständen der
Therapieverlauf überprüft werden. Während dieser Folgetermine überprüft
der Therapeut den Verlauf der Genesung und überzeugt sich, dass keine
unerwünschten Wirkungen während der Therapie aufgetreten sind. So kann
er jederzeit seine Strategie dem Behandlungsverlauf anpassen. Klinische
Befunde und Laborwerte können zur Beurteilung und Prognose des
Krankheitsfalles verwendet werden. Während der klassisch homöopathischen
Kur gibt es für den Patienten neben einer gesunden Lebensweise noch
einige Verhaltensregeln. Ein ausführliches Informationsblatt wird nach
der Erstanamnese ausgehändigt. Die Klassische Homöopathie ist eine
ganzheitliche Therapie, die Erkrankungen des Verstandes, des Gemütes und
des Körpers, bei Erstanamnese und Untersuchung, bis zur Verschreibung
des Medikamentes, beachtet und einbezieht.
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Die „Lebenskraftpyramide
Ganz innen, zentral, ist die
Lebenskraft.
Die nächst äußere Schicht zeigt die Ratio
(Verstand), die mittlere die Emotio, die
äußerste den materiellen Körper
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Nach
der Ähnlichkeitsregel verschriebene Arzneien wirken heilend und
harmonisierend auf diese drei Wesensglieder des Menschen.
Zudem verfügt der Therapeut der Klassischen Homöopathie über eine
Theorie der chronischen Krankheiten und ist deshalb in der Lage
ganzheitliche und lebensbiografische Heilungszusammenhänge zu verstehen.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist eine hohe Qualifikation
des Behandlers, sowohl fachlich wie menschlich. Die Klassische
Homöopathie kann aus den vorgenannten Gründen keine Laienmedizin sein.
Von erfahrenen Homöopathen ausgeübt, ist sie in der Lage, von der
Schulmedizin für „unheilbar” erklärte Erkrankungen zu heilen, oder in
schweren Fällen zumindest den Verlauf zu mildern.
Hierzu gehören Allergien, Asthma, Depressionen, Epilepsie,
Neurodermitis, psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten,
Rheuma und Wirbelsäulenerkrankungen, chronische Magen-Darm-Störungen wie
Morbus Crohn und Colitis und viele akute Krankheiten, auch bei
Kleinkindern. Ein weiterer Vorteil dieser Therapie ist die schnelle,
schonende und sanfte Wirkungsweise der Arzneien.
Zulassungsvoraussetzung
Meine Ausbildung ist in erster Linie gedacht als Weiterbildung für
Heilpraktiker und Ärzte, die Klassische Homöopathie als
Praxisschwerpunkt einsetzen wollen. Sie kann die Ausbildung zum
Heilpraktiker und Arzt ergänzen und eine Alternative zur Schulmedizin
zeigen. Mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung sind Sie in der Lage,
erste eigenverantwortliche Schritte in der Ausübung der Homöopathie zu
gehen. Es sind keine Vorkenntnisse in Klassischer Homöopathie notwendig
um die Drei-Jahres-Ausbildung zu beginnen. Da mein Anspruch an die
Ausbildung der Therapeuten hoch ist, möchte ich eine möglichst
geschlossene Ausbildungsgruppe über drei Jahre haben. Daraus ergibt
sich, das nur innerhalb des ersten Jahres die Möglichkeit zum
Quereinstieg für Teilnehmer mit Vorkenntnissen möglich ist.
Unterrichtsinhalte
• Stellung der
Klassischen Homöopathie in der Medizin
• Ganzheitliche Therapie, die als einzige dem Heilungsgesetz
„similia similubus curentur“ folgt und sich dadurch grundlegend von
allen anderen Therapien abhebt.
•
Geschichte der Homöopathie und Entwicklung der homöopathischen Lehre im
18.,19., und 20. Jahrhundert, bis hin zur C4- Homöopathie
• Das Bild der Klassischen Homöopathie in der Öffentlichkeit und seine
Stellung zur Schulmedizin und den Naturheilverfahren heute.
• Studium der grundlegenden Fachliteratur: z.B.
Hahnemann, „Organon der Heilkunst” 5. und 6. Auflage,
Hahnemann „Die Chronischen Krankheiten” und „Reine Arznei-
mittellehre” theoretische methodische Teile;
Kent: „Theorie der Homöopathie”; „ Arzneimittelbilder”
Allen: „Die Chronischen Miasmen” Band I und II
Ehrler: “Eine Einführung in die C4-Homöopathie”
• Grundlagen der Klassischen Homöopathie
1. Die Lebenskraft und ihre Bedeutung für Gesundheit, Krankheit
und Heilung
2. Verständnis der akuten Krankheiten
3. Verständnis der chronischen Krankheiten
4. Akute und chronische Miasmen: Psora, Sykosis, Syphilis, Tuber-
kulinie und andere kombinierte Miasmen
5. Künstliche (iatrogene ) Krankheiten
6. Unterdrückungen und deren Folgen.
• Therapieverständnis in der Klassischen Homöopathie
Individuelle, ganzheitliche Therapie mit sanfter, schneller und
dauerhafter Heilung, bzw. Linderung der Beschwerden. Ähnlichkeitsregel
als fundamentales Wirkprinzip der Klassischen Homöopathie.
• Anamnesetechniken
1. Grundregeln der Fallaufnahme laut Organon
2. Anamnese akuter und chronischer Krankheiten
3. Verschiedene Methoden der Fallaufnahme
4. Freier und gelenkter Bericht des Patienten
5. Differenzierende Fragen des Therapeuten
6. Familiäre Vorgeschichte
7. Wahrnehmungsschulung und Beobachtung des Kranken
8. Körperliche Untersuchung
9. Bedeutung klinischer Befunde
10.Schulung der Selbstwahrnehmung des Therapeuten
•
Materia Medica
1. Arzneimittelprüfung, klinische Beobachtungen und Toxikologie.
2. Methoden zum Studium der Arzneimittellehre
3. Ausgangsstoffe, ihre Aufbereitung
4. Vergleichende Materia Medica, feine Differenzierungen der Mittel
5. Das tiefe Verständnis von Signatur, Idee und Wesen der Mittel.
• Hierarchisierung und Bewertung der Symptome
1. Geistes- und Gemütssymptome, der „Gemütszustand”
2. Auffallende, charakteristische und ungewöhnliche Symptome
3. Allgemeine Symptome, die den ganzen Menschen betreffen.
4. Schlaf und Sexualität
6. Gute oder seltene Lokalsymptome
7. Vollständige Symptome, beschrieben durch Ort, Empfindung und
Modalitäten des Auftretens
8. Begleitsymptome
• Repertorisation
Die „Repertorisation” stellt die wichtigen, zur Mittelwahl angezeigten
Symptome des Patienten den Zeichen aus der Arzneimittelprüfung, dem
„Arzneimittelbild” gegenüber. Dafür sind Symptomver-
zeichnisse entstanden, die Repertorien. Ein Repertorium stellt also eine
Datenbank dar. Alle bisher bekannten Symptome und die hierfür passenden
und heilenden Arzneimittel sind hier aufgelistet. Nach dem
Ähnlichkeitsgesetz führt die Repertorisation und der anschließende
Materia Medica Vergleich zum geeigneten Arzneimittel für jede Symptomen
Kombination des Patienten.
• Einführung in den Umgang mit homöopathischen Repertorien,
deren Aufbau und Struktur.
1. Buch- und Computer Repertorien
2. Vorstellung verschiedener Repertorisations Techniken
3. Praktische Übungen
Auffinden von akuten und chronischen Symptomen
Übersetzen des Patientenberichtes in die Sprache der Repertorien
Auswerten der Repertorisation
Verifikation der ranghöchsten Mittel durch Materia Medica
-Vergleich
•
Erste Verschreibung
1. Wahl der ähnlichsten Arznei und der am besten geeigneter Potenz
2. Bestimmung der Applikationsform (Globuli, Dilution etc.)
3. Prognosen zum Fallverlauf
• Materia Medica
1. Herkunft der homöopathischen Arzneimittel:
Mineralien, Salze, Pflanzen, Tiere, Nosoden
2. Urtinkturen
3. Homöopathisches Arzneimittel Buch (HAB)
4. Pharmazeutische Technik: Herstellung von C- und Q-Potenzen
5. Durchführung einer selbständigen Handverreibung einer Arznei-
substanz in Milchzucker bis zur C 4.
6. Erarbeitung des Verständnisses der Herstellung zur C- und Q
(LM)-Potenz mittels Verdünnung und Dynamisation.
7. Information aus ersten Hand über neu erforschte Mittel.
• Gabe und Dosierung
C-Potenzen
Praxiserprobte Variationen der Verabreichung von Globuli bei akuten und
chronischen Krankheiten und bei empfindlichen Patienten.
Q (LM)-Potenzen
Praxiserprobte Variationen der Verabreichung von Tropfen
(Dilution) bei akuten und chronischen Krankheiten und bei
empfindlichen Patienten.
• Follow up – Kontrolle des Behandlungsverlaufes
1. Verlaufskontrolle beim Folgetermin, die Folgeverschreibung
2. Beurteilung der Reaktionen des Patienten auf das Arzneimittel
3. Einschätzung des Patienten bezüglich Lebenskraft, Wohlbefinden,
Stimmung, Verschwinden von Symptomen, Auftreten alter Krank-
heitszeichen. Evtl. Befragen der Angehörigen hinsichtlich der
Entwicklung.
4. Aktuelle Repertorisation
5. Heringsche Regel
6. Placebo- und Behandlereffekte
7. Unterdrückung und deren Behandlung
8. Festlegung des weiteren Vorgehens in der Therapie
9. Dokumentation des Fallverlaufes mit Angabe von Datum, Krank-
heitszeichen, Repertorisation, Arzneimittel, Potenz und Dosis.
•
•
Wiederholungszeiten
1. Hinweise aus dem Fallverlauf (Follow up) zur Bestimmung der
Häufigkeit der Arzneieinnahme pro Zeiteinheit.
2. Dynamisation der Arznei vor jeder weiteren Einnahme
3. Änderung der Potenz der geeignetsten Arznei, Umgang mit LM-
Potenzen, Überdosis, Unwirksamkeit, Änderung des Mittels.
4. Palliative Behandlung
Unterricht, Prüfungen und Zertifikat
Der dreijährige Grundkurs der Homöopathie Seminare
Wiesbaden umfasst 30 Ausbildungstage à sieben Unterrichtsstunden. Für
eine abschließende Bescheinigung über die Teilnahme (Zertifikat) am
vollständigen Lehrgang (280 Unterrichtsstunden à 45 Minuten zuzüglich
ca. 600 Stunden geführtes Eigenstudium wie Hausarbeiten und Klausuren)
besteht für den Schüler grundsätzlich die Pflicht zur Teilnahme an den
Seminaren und Klausuren. Bei mehr als 20% Fehlzeiten behalten wir uns
vor, nur die tatsächlichen Anwesen-
heitszeiten zu bestätigen.
Ab dem zweiten Ausbildungsjahr beginnt für die Schüler das Praxis-
ambulatorium mit einem Gesamtzeitumfang von ca. 150 Zeitstunden und 10
Blockseminare mit ca. 150 Zeitstunden Arzneimittelstudium.
Zu jedem Seminartag gehört eine Hausaufgabe, die zur Vertiefung des
Unterrichtsstoffes dienen soll und einen Zeitaufwand im Verhältnis 1:3
zum Unterricht entspricht. Während der dreijährigen Ausbildung werden
drei Klausuren (Leitung: Bernd Sagasser) zum jeweiligen Jahresende
geschrieben. Sie dienen in erster Linie dem Schüler als
Orientierungshilfe zur Beurteilung seiner Kenntnisse. Die erfolgreiche
Teilnahme an allen Klausuren ist Voraussetzung für die Vergabe des
Abschlusszertifikates. Bei Krankheit (nach Vorlage eines Attestes) kann
eine Klausur nachgeholt werden. Nicht bestandene Klausuren können nach
zwei Monaten wiederholt werden. Die Abschluss-
prüfung ist für den letzten Seminartag geplant und besteht aus einem
schriftlichen und einem praktischen Teil. Die erfolgreiche Teilnahme an
der Abschlussprüfung ist Voraussetzung für die Vergabe des
Abschlusszertifikates. Inhalt der Abschlussprüfung ist die Überprüfung
der Kenntnisse der Grundlagen, der Anamnesetechnik und der Materia
Medica. Beurteilt wird die Fähigkeit drei vorgegebene Video-Fälle
(chronisch/akut) nach den Regeln der Klassischen Homöopathie zu
beurteilen, die Symptome zu hierarchisieren, zu repertorisieren und ein
Arzneimittel nach „klar einzusehenden Gründen” zu verschreiben. Nach
bestandener Abschlussprüfung, erfolgreicher Teilnahme an den Klausuren
und bei zeitlich ausreichender Teilnahme am Unterricht wird dem Schüler
ein Zertifikat zum Nachweis der Ausbildung ausgehändigt.
In allen anderen Fällen behalten wir uns vor, dem Schüler ausschließlich
die tatsächliche Anwesenheit zu bescheinigen. Es besteht die Möglichkeit
nach drei Monaten die Abschlussprüfung (gesonderte Berechnung) zu
wiederholen. In diesem Fall werden die Themen nachgeprüft, die nicht
ausreichend beherrscht wurden.
Zum Erlangen der Zertifizierungsqualifikation ist der Grundkurs mit den
Zusatzausbildungen Ambulatorium und Blockseminaren ab dem zweiten
Ausbildungsjahr Voraussetzung.
Termine und Ort
An
den jeweiligen Seminarsonntagen findet der Unterricht jeweils von 9.00
Uhr bis 17.00 Uhr mit ca. einer Stunde Mittagspause statt. Die genauen
Daten der Seminare und die jeweils behandelten Themen entnehmen Sie
bitte dem aktuellen Jahresseminarplan.
Die Seminare finden
in der
Dettweilerstr. 40
61476 Kronberg
statt. Eine
genaue Wegbeschreibung wird Ihnen mit der Anmeldebestätigung zugesendet.
Gruppengröße: ca. 20 Personen.
Anmeldung und Kursgebühr
Kosten für die
Ausbildung:
Erstes
Ausbildungsjahr: Grundkurs (10 Seminartage)
1250.--EURO
Zweites
Ausbildungsjahr: Grundkurs (10 Seminartage)
1250.--EURO
Ambulatorium (ca. 75
Zeitstunden) 625.--EURO
Blockseminare (ca. 75
Zeitstunden) 475.--EURO
Drittes
Ausbildungsjahr: Grundkurs (10 Seminartage)
1250.--EURO
Ambulatorium (ca. 75
Zeitstunden) 625.--EURO
Blockseminare (ca. 75
Zeitstunden) 475.--EURO
Bernd Sagasser
Dettweilerstr. 40
61476 Kronberg
Tel./Fax: 06173 963644
Email bernd.sagasser@freenet.de
Einzelseminare
Kosten € 100.-/ pro Seminartag, keine Hausarbeiten oder Prüfungen.
Bei Buchung von Einzelseminaren kann nur ihre Teilnahme bescheinigt
werden. Für erfolgreiche Teilnehmer eines zurückliegenden Grundkurses
kann die Teilnahme an einem Einzelseminar als Weiterbildung bescheinigt
werden.
Anmeldung beim jeweiligen Referenten bis spätestens eine Woche vor dem
Seminar.
Literaturempfehlung
Grundlagen
Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst 5. und 6. Auflage.
Verlag Bartel&Bartel
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre (theoretischer Teil)
Samuel Hahnemann: Chronische Krankheiten (theoretischer Teil)
J.H. Allen: Die chronischen Krankheiten Bd. 1 und 2, R. von Schlick
Materia medica
Boericke: Handbuch der homöopathischen Materia Medica, Haug-Verlag
J.T. Kent: Arzneimittelbilder Bd. 1-3 Haug-Verlag
Nash: Leitsymptome in der homöopathischen Therapie Haug-Verlag
R. Morrison: Handbuch der homöopathischen Leit- und Bestätigungssymptome.
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre Bd. 1-6, Haug-Verlag:
Samuel Hahnemann: Chronische Krankheiten Bd. 1-5, Haug-Verlag
Computergestützt:
(nicht im ersten Jahr)
Complete Repertory Bezugsmöglichkeit: Mac Repertory Deutschland
M.C. Marent J. Friedrich-Str. 3, 10711 Berlin Tel.: 030-89094490
Radar System Synthesis
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Es werden nicht alle
Bücher zu Beginn des Kurses
benötigt! Wir werden zu Kursbeginn eine Sammelbestellung
der notwendigen Literatur organisieren.
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Leseprobe Kent Arzneimittelbilder
Anacardium orientale
Steht in beständigem Widerspruch mit sich selbst. Unentschlossenheit. Der
Patient kann sich nicht entschließen, dies oder jenes zu tun, er zögert
und tut dann oft gar nichts. Sein böser Wille verleitet ihn zu
Gewalttätigkeiten und Ungerechtigkeiten, aber sein guter Wille hält ihn
zurück und hemmt ihn. So entsteht ein Streit zwischen zwei Willen, zwei
Impulsen. Ein Dämon sitzt auf der einen Schulter und ein Engel auf der
anderen. Der Kranke neigt zu Bosheiten und hat einen unwiderstehlichen
Drang zum Fluchen und Schwören. Lacht, wenn er ernst sein müsste. Fixe
Ideen. Ich Spaltung. Grübelt über die ewige Seligkeit. Meint, das ein
Fremder neben ihm ist. Auch dies ist ein Kennzeichen der Ich Spaltung.
Glaubt, das ihn sonderbare Gestalten begleiten, eine zur rechten und
eine zur linken. Anacardium kann den Menschen zu Irrsinn und Wahnsinn
treiben. Wechsel zwischen Launen und Ausgeglichenheit. Einen Augenblick
lang sieht der Patient etwas ein, aber im nächsten nicht. Einen
Augenblick erkennt z.B. eine Frau ihr Kind, schon im nächsten nicht
mehr. Einen Augen- blick denkt der Patient das verrückteste Zeug, und im
nächsten Augenblick hat er gerade noch so viel Verstand, um einzusehen,
das es nicht stimmt. (Text gekürzt)
Leseprobe Organon 6. Auflage
§1
Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu
machen, was man Heilen nennt.
§2 Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte
Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der
Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten,
unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen.
§3 Sieht der Arzt deutlich ein, was an Krankheiten, das ist, was an
jedem einzelnen Krankheitsfalle insbesondere zu heilen ist (Krankheits-Erkenntnis,
Indication), sieht er deutlich ein, was an den Arzneien, das ist, an
jeder Arznei insbesondere, das Heilende ist (Kenntnis der Arzneikräfte),
und weiß er nach deutlichen Gründen das Heilende der Arzneien dem was er
an dem Kranken unbezweifelt Krankhaftes erkannt hat, so anzupassen, das
Genesung erfolgen muss, anzupassen sowohl in Hinsicht der Angemessenheit
der für den Fall nach ihrer Wirkungsart geeignetsten Arznei (Wahl des
Heilmittels,Indicat), als auch in Hinsicht der genau erforderlichen
Zubereitung und Menge derselben (rechte Gabe) und der gehörigen
Wiederhoungszeit der Gabe:- kennt er endlich die Hindernisse der
Genesung in jedem Falle und weiß sie hinwegzuräumen, damit die
Herstellung von Dauer sei: so versteht er zweckmäßig und gründlich zu
handeln und ist ein ächter
Heilkünstler...
Der Referent

Bernd Sagasser ist ein erfahrener Homöopath und Referent und bildet in
seiner Praxis seit 1998 Hospitantinnen und Hospitanten weiter. Er leitet
die Regionalgruppe Rhein-Main des Homöopathie-Forums und schreibt für
die Zeitschrift „Globuli” Beiträge zu Stichworten. Er hat seine
Kenntnisse unter anderem bei Georgos Vithoulkas, Vassilis Ghegas, Alfons
Geukens und Bernd Schuster vertieft. Das Erkennen der individuellen,
charakteristischen Symptome, deren korrekte hierarchische Bewertung und
Repertorisation und das Erkennen der Idee der Krankheit bestimmen seine
Arbeit. Auf der Grundlage des Organons und umfangreicher Arzneimittelkenntnis legt er während des Therapieverlaufes besonderes Gewicht auf
exakte Beobachtung der Krankheitszeichen, deren Heilungsverlauf und auf
das Erkennen neuer „Schichten” der Krankheit. Er ist seit 1989 in
eigener Praxis tätig und arbeitet hauptsächlich mit C-Potenzen.

Weitere Fragen zu meinen Seminaren beantworte ich gerne:
Mit
meinem Ausbildungskonzept gebe ich Ihnen die Möglichkeit, die
Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, die als Basis einer
Berufsausübung als Homöopathin oder Homöopath erforderlich sind.
Um dem hohen Anspruch der Klassischen Homöopathie als Therapeutin oder
Therapeut gerecht werden zu können, benötigen Sie gutes Wissen der
Grundlagen, umfangreiche Arzneimittelkenntnisse und die Fähigkeit,
während des Erstgespräches die Hinweise zu erkennen, die zu einer guten
und heilenden Verschreibung führen.
An den Seminartagen beschäftigen wir uns mit dem Regelwerk der
Homöopathie, dem „Organon”, stellen Arzneimittel unter Berücksichtigung unserer langjährigen Erfahrungen vor, und geben Ihnen die
Möglichkeit, anhand von Praxis-Videos Anamnesetechniken und
Arzneimittelwahl nachvollziehbar zu erlernen.
Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr führen wir Sie in die Behandlung
der chronischen Krankheiten, der so genannten Miasmen ein, und Sie
hören von Psora, Sykosis, Syphilis, Tuberkulinie und Kanzerinie. Wir
zeigen den Heilungsverlauf chronischer Krankheiten, erläutern den
richtigen Umgang mit den Arzneipotenzen, der richtigen Dosis und den
Wiederholungszeiten. Zum Erlangen der Zertifizierungsqualifikation ist
der Grundkurs mit den Zusatzausbildungen Ambulatorium und Blockseminaren
ab dem zweiten Ausbildungsjahr Voraussetzung.
Im Kurs unterrichten nur langjährig erfahrende Referenten nach einem
bewährten Konzept.

Bernd Sagasser
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